| 1. | Es begab sich aber an einem der Tage, als er das Volk im Tempel lehrte und das Evangelium verkündigte, da traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten samt den Ältesten herzu |
| 2. | und sprachen zu ihm: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du das? Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben? |
| 3. | Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch etwas fragen! Saget mir: |
| 4. | War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? |
| 5. | Sie aber dachten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt? |
| 6. | Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen; denn es ist überzeugt, daß Johannes ein Prophet war. |
| 7. | Und sie antworteten, sie wüßten nicht woher. |
| 8. | Und Jesus sprach zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich solches tue. |
| 20. | Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich stellen sollten, als wären sie redlich, um ein Wort von ihm aufzufangen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Landpflegers überantworten könnten. |
| 21. | Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, daß du richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg Gottes der Wahrheit gemäß lehrst. |
| 22. | Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? |
| 23. | Da er aber ihre Arglist merkte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? |
| 24. | Zeiget mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er? Sie antworteten: Des Kaisers. |
| 25. | Er aber sprach zu ihnen: So gebt doch dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! |
| 26. | Und sie konnten an dem Wort nichts beanstanden vor dem Volk und verwunderten sich über seine Antwort und schwiegen. |
| 41. | Er aber sprach zu ihnen: Wie sagen sie, daß Christus Davids Sohn sei? |
| 42. | Und doch sagt David selbst im Buche der Psalmen: »Der Herr hat zu meinem Herrn gesprochen: Setze dich zu meiner Rechten, |
| 43. | bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße!« |
| 44. | David nennt ihn also Herr; wie ist er denn sein Sohn? |
| 45. | Als aber das Volk zuhörte, sprach er zu seinen Jüngern: |
| 46. | Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die im Talar einhergehen wollen und sich gerne grüßen lassen auf den Märkten und den Vorsitz in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Mahlzeiten lieben; |
| 47. | sie fressen der Witwen Häuser und sprechen zum Vorwand lange Gebete; diese ziehen sich ein um so schwereres Urteil zu. |