| 15. | Da gingen die Pharisäer und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen könnten. |
| 16. | Und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an. |
| 17. | Darum sage uns, was dünkt dich: Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? |
| 18. | Als aber Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? |
| 19. | Zeiget mir die Steuermünze! Da reichten sie ihm einen Denar. |
| 20. | Und er spricht zu ihnen: Wessen ist das Bild und die Aufschrift? |
| 21. | Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! |
| 22. | Und als sie das hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen ihn und gingen davon. |
| 34. | Als nun die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern den Mund gestopft, versammelten sie sich; |
| 35. | und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: |
| 36. | Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? |
| 37. | Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.« |
| 38. | Das ist das erste und größte Gebot. |
| 39. | Ein anderes aber ist ihm gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« |
| 40. | An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. |
| 41. | Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus |
| 42. | und sprach: Was dünkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sagten zu ihm: Davids. |
| 43. | Er spricht zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geiste »Herr«, da er spricht: |
| 44. | »Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße«? |
| 45. | Wenn also David ihn Herr nennt, wie ist er denn sein Sohn? |
| 46. | Und niemand konnte ihm ein Wort antworten. Auch unterstand sich von jenem Tage an niemand mehr, ihn zu fragen. |